lexikon-kirche.de  - alles, was ein Christ wissen muss

Buchstaben anklicken: A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  XYZ

zur Startseite

Jona

Jordan

Joseph

Josua

Judäa

Judas Ischarioth

Judasbrief

Juden

Judenchristen

Judith

Jugendarbeit

Jugendweihe

Julianischer Kalender

Jünger

Jungfrau

Jüngstes Gericht

Junker Jörg

weiter zu K

zum Seitenanfang

Kontakt

© Rechtliches

 

 

  Jahreslosung - Johanniter <   Jona bis Junker Jörg   > weiter zu KBuchstabe J

Wählen Sie in der linken Spalte Ihr Suchwort aus und klicken Sie es an! Die vier Auswahlworte unter den Artikeln helfen, ein Quiz nach dem Vorbild von "Wer wird Millionär?" zu spielen.


Jona

Dies ist der Name eines eigentlich unbedeutenden Propheten. In der Bibel umfasst sein Werk nur zwei Seiten. Wie Obadja, Zefanja, Haggai, Habakuk gehört er zu den sogenannten Kleinen Propheten. Er wäre sicherlich längst vergessen; doch seine kleine Geschichte beeindruckt immer wieder vor allem die Kinder. Da wird erzählt, wie Gott ihn beauftragte, der Stadt Ninive eine Strafpredigt zu halten; er weigerte sich und wurde auf der Flucht von einem großen Fisch verschlungen. Doch Gott rettete ihn aus dem Bauch des Fisches. Dann erst war dieser Prophet gehorsam und rief die Stadt Ninive zur Umkehr auf.

Jona       Micha
Michael   Amos

Das Buch Jona ist eine Parabel, ähnlich den Gleichnissen des Neuen Testaments. Drei Tage musste er im Bauch des Fisches verbringen, bevor der ihn ausspie (Jona 2).

Jordan

Es ist der tiefstgelegene Fluss der Welt und mündet in den tiefstgelegenen See der Welt, das Tote Meer, 408 Meter unter dem Meeresspiegel. In der Bibel spielt dieser Fluss immer wieder eine bedeutende Rolle, vom ersten Buch Mose bis zum Neuen Testament. Jesus wurde in diesem Fluss getauft.

Ur         Nil
Jordan    Euphrat

Für Israel und Jordanien ist der Jordan die wichtigste Süßwasserquelle, daher gab es immer wieder kriegerische Auseinandersetzungen um das Wasser. Auf seinem Weg durchquert der Fluss Jordan den See Genezareth. Aufgrund des Höhenunterschiedes (mehr als tausend Meter zwischen Quelle und Mündung) und der vielen Windungen ist er nicht schiffbar.

Joseph

Im Alten sowie im Neuen Testament gibt es Personen dieses Namens. Im Alten Testament war da ein Junge, der den Neid seiner Brüder erregte, sodass sie ihn als Sklaven nach Ägypten verkauften und seinem Vater vorspielten, er sei Opfer eines wilden Tieres geworden. Im Neuen Testament trägt diesen Namen Marias Verlobter, also der Vater Jesu.

Isaak    Abraham
Adam   Joseph

Josua

So heißt ein Mann im Alten Testament. Er war auf der Wüstenwanderung Moses Gehilfe  und wurde dessen Nachfolger. Er war es dann, der das Volk Israel nach Moses Tod in das Gelobte Land führte. Nach ihm ist ein ganzes Buch im Alten Testament benannt.

Jona       Goliath
Samuel    Josua

Judäa

In diesem Landstrich mit der Hauptstadt Jerusalem liegt Bethlehem, der Geburtsort Jesu. Nazareth dagegen, wo Jesus aufwuchs, und der See Genezareth, wo er sich oft aufhielt, liegen weiter nördlich, in Galiläa. Er wanderte zwischen beiden Landstrichen hin und her. Sie bildeten damals die römische Provinz Palästina. Der Name dieses südlichen Landstriches in Palästina bedeutet „das Land, in dem die Juden wohnen“.

Ägypten    Ephesus
Korinth      Judäa

Zur Provinz Palästina gehörte zudem Samarien, das zwischen Judäa und Galiläa lag.

Judas Ischarioth (Iskariot)

r war einer der zwölf Jünger Jesu. Zweifelhaften Ruhm erlangte er, weil er die Gefangennahme Jesu durch Verrat ermöglichte. Wie vorher abgemacht, küsste er Jesus im Garten Gethsemane, sodass die Soldaten erkannten, wen sie verhaften sollten. Er erhielt dafür dreißig Silberstücke. Aus Verzweiflung über den Verrat nahm er sich das Leben.

Petrus        Saulus
Beelzebub   Judas

Judasbrief

Der Verfasser dieses Briefes ist ein Bruder von Jesus, wie auch Jakobus, der ebenfalls einen biblischen Brief verfasst hat. Er hat den selben Namen wie ein Jünger Jesu; doch mit diesem Verräter ist er nicht zu verwechseln. Sein Brief ist der letzte der 21 Briefe des Neuen Testaments. Es ist zugleich der kürzeste und umfasst nur ein Kapitel.

Philipperbrief    Judasbrief
Philemonbrief    Römerbrief

Judas wendet sich im Judasbrief gegen Irrlehrer mitten in der Gemeinde. Die Tatsache, dass Jesus Brüder und Schwestern hatte, sorgt immer wieder für Verwirrung, da Maria doch nach Auffassung mancher Theologen ein Leben lang Jungfrau blieb. Diese Auffassung ist jedoch nicht zu halten und wird nicht mehr ernsthaft vertreten. In Matthäus 13,55.56 steht: „Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und seine Brüder Jakobus und Josef und Simon und Judas? Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns?“ Ähnliches finden wir bei Markus 6,3.

Juden

Dies sind die Angehörigen der ältesten monotheistischen Religion, also einer Religion, die wie das Christentum nur einen Gott hat. Sie waren über mehrere Kontinente verstreut, bis sie 1948 mit dem Staat Israel eine Heimat erhielten. Mit den Arabern teilen sie sich nun Palästina. Das geschieht nicht ohne Aggressionen, wie wir fast täglich aus den Nachrichten erfahren müssen.

Moslems    Juden
Heiden       Mormonen

Ursprünglich bezeichnete dieser Name die Mitglieder des Stammes Juda.

Judenchristen

Die frühen Christen wurden danach unterschieden, welchen Glauben sie vor ihrer Taufe hatten. Viele Texte des Neuen Testaments versteht man nur, wenn man dies weiß, denn sie handeln von Konflikten zwischen diesen Christen mit unterschiedlicher Vergangenheit. Beteten sie vor der Taufe diverse orientalische, griechische, römische oder germanische Götter an, so nannte man sie nun Heidenchristen. Davon unterschied man diese anderen Christen, die vor ihrer Taufe Juden waren.

Atheisten          Urchristen
Judenchristen    Semiten

Petrus gilt als der Apostel für die Juden, Paulus als der für die Heiden. In den biblischen Briefen entdecken wir immer wieder, dass das Zusammenleben von Judenchristen und Heidenchristen Probleme aufwarf. Da stritt man sich z. B. über die Bedeutung der Beschneidung. Zu Beginn des Christentums waren natürlich die Judenchristen in der Mehrzahl, da sich Jesus mit seiner Botschaft zunächst an sie wandte. Mit der Ausbreitung des Christentums auf andere Völker verschob sich das Verhältnis deutlich.

Judith

Im ersten Jahrhundert vor Christus entstand diese Erzählung, in der sich eine junge Witwe bei einem feindlichen Feldherrn einschleicht und ihm den Kopf abschlägt. Als Beispiel für Mut und Kraft, die Gott gibt, landete dieses Buch in der Bibel. Luther nahm es in seinen Kanon nicht auf. Für die katholische Kirche gehört es ins Alte Testament. Benannt ist das Buch nach der weiblichen Hauptperson.

Bathseba   Judith
Ester         Sara

Die kath. Kirche hat das Buch Judith auf dem Konzil von Trient (1546) endgültig als biblisch bestätigt. Es gibt also doch kleine Unterschiede zwischen evangelischer und katholischer Bibel.

Jugendarbeit

So nennt man es, wenn für Jugendliche nichtkommerzielle Möglichkeiten organisiert werden, ihre Freizeit zu verbringen. Dazu gehören Räume, in denen sie sich treffen können, und Personal, das Anregungen zur Freizeitgestaltung gibt. Dies ist eine zentrale Aufgabe der Kirchen, denn durch die Taufe sind ihnen Kinder und Jugendliche anvertraut.

Jugendgottesdienst  Pfadfinderschaft
HOT                        Jugendarbeit

Jugendweihe

Im Mittelpunkt dieser feierlichen Handlung standen ein Bekenntnis zur Freundschaft mit der Sowjetunion und das Gelöbnis, den Sozialismus gegen "imperialistische Angriffe" aus dem Westen zu verteidigen. Dieser Ritus wurde 1954 in der damaligen DDR eingeführt. Er ersetzte in gewisser Weise die Konfirmation. Ohne die typisch sozialistischen Momente, aber als Passageritus und Familienfest lebt diese feierliche Handlung im östlichen Teil Deutschlands weiter.

Einsegnung   Firmung
Weihe           Jugendweihe

Ein Passageritus ist eine rituelle Handlung an einer „Weggabelung“ des Lebens, wenn ein neuer Abschnitt beginnt.

Julianischer Kalender

Dies ist der mehr als 2000 Jahre alte römische Kalender, nach dem wir noch heute leben und unsere Jahre in 12 Monate und 365 Tage einteilen. Papst Gregor hat zwar im Jahr 1582 eine kleine Korrektur vorgenommen, sodass man ihn „Gregorianischer Kalender“ nennen könnte. Doch das wäre Julius Cäsar gegenüber ungerecht; denn die Gregorianische Kalenderreform war so geringfügig, dass sie seinen Kalender nicht wirklich verändert hat. Dies ist also der Kalender, nach dem wir leben.

Adventskalender           Choralbuch
Julianischer Kalender     Schöpfungsbericht

Siehe auch: Gregorianischer Kalender

Jünger

Mittlerweile wird diese Bezeichnung gleichgesetzt mit dem Begriff Apostel. Doch die Begriffe sind nicht identisch. Dies sind alle, die mit Jesus zogen. Es sind also alle seine Schüler, aus denen er schließlich zwölf auswählte, die ihm besonders nahe waren.

Leviten    Konfis
Hebräer   Jünger

Jungfrau

Im Matthäusevangelium und im Lukasevangelium erfahren wir gleich zu Beginn, dass Maria nicht auf natürliche Weise durch einen Mann, also nicht durch ihren Verlobten Josef schwanger wurde. Die beiden Evangelisten vermeiden bei dieser Erklärung Begriffe aus dem sexuellen Bereich, wie Geschlechtsverkehr oder Beischlaf. Maria und auch Josef waren sehr verstört, als sie von der Schwangerschaft erfuhren. Josef wollte Maria verlassen. Ein Engel beruhigte beide durch die Erklärung, dass das Kind vom Geist Gottes sei. Maria trägt seitdem diesen Ehrentitel. In der christlichen Geschichte galt es lange als sehr anerkennenswert, wenn eine Frau ein Leben ohne Geschlechtsverkehr führte. Auch solche Frauen wurden dann, besonders im Mittelalter, mit diesem Titel geehrt.

Maria        Guter Hirte
Madonna    Jungfrau

Die unnatürliche Jungfrauenschwangerschaft ist auch bei Theologen umstritten. Einige weisen darauf hin, dass man statt Jungfrau besser „junge Frau“ übersetzen müsse. Doch das ändert nichts an der Darstellung der Evangelisten: Sie verkünden, dass Jesus ohne Zutun eines Mannes gezeugt wurde. Im Lukasevangelium verkündet ein Engel der Maria die Schwangerschaft. „Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Mann weiß? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden (Lukas 1,34.35).“

Jüngstes Gericht

Darunter versteht man den Termin, an dem Gott Gerechtigkeit schaffen wird. Manche Sekten haben immer behauptet, sie könnten das Datum vorausberechnen. Es sollte einem Weltuntergang gleichkommen. Die verschiedenen Vorhersagen trafen nie ein, denn dieses in der Bibel angekündigte Ereignis bleibt ein Geheimnis Gottes. Wir wissen weder, wie es aussehen wird, noch wann es sich ereignen wird. Die Bibel sagt uns nur, dass es eine solche Endabrechnung geben wird, an dem alle Menschen von Gott den Lohn für ihre guten oder bösen Taten erhalten werden. Jesus selbst wird der Richter sein. Ein anderes Wort dafür ist Endgericht.

X-Mas         Jüngstes Gericht
Fegefeuer     Himmel

Im Alten Testament wird das Jüngste Gericht „Tag des Herrn“ genannt. In der Apostelgeschichte finden wir folgenden Hinweis: „Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat (17,31).“

Bei 2 Korinther 5,10 steht: „Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei Lebzeiten, es sei gut oder böse.“ Wir Christen müssen uns vor diesem Gericht nicht fürchten, denn Jesus hat uns zugesagt: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist vom Tod in das Leben hinübergegangen (Johannes 5,24).“

Junker Jörg

Auf dem Reichstag zu Worms am 18. April 1521 weigerte sich Martin Luther, seine Thesen zu widerrufen. Das bedeutete, dass der päpstliche Bann nicht aufgehoben wurde und Luther somit „vogelfrei“ war. Zu seinem Schutz wurde er daher auf der Rückreise von Worms durch einen vorgetäuschten Überfall entführt. Man brachte ihn auf die Wartburg nach Eisenach. Hier lebte er zehn Monate unerkannt unter diesem falschen Namen.

Gomorra               Johannes
Martin von Tours    Junker Jörg

Auf der Wartburg verfasste Martin Luther als Junker Jörg etliche Schriften und übersetzte das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Er war nicht der erste Übersetzer, wie oft fälschlicherweise behauptet wird. Doch seine Übersetzung war die erste, die in einfacher Sprache verfasst war, und somit vom Volk verstanden werden konnte.

> zum Seitenanfang

Reli-Lexikon

Zum Nachschlagen sind in diesem Online-Lexikon über 1000 Begriffe leicht verständlich erklärt.

Reliquiz

Die Erklärung der Begriffe sind für die Arbeit in Schule und Gemeinde formuliert.

Als Ratespiel lesen Sie nur die Erklärung. Der dazugehörige Begriff muss erraten werden.

Zum Raten á la "Wer wird Millionär" stehen dann noch vier Begriffe zur Auswahl.

Dieses Lexikon gibt es auch als Buch - hier beim Autor für nur 5,90 €:

Rate-Lexikon
Religion:

Hier können Sie Ihr Wissen prüfen:

Vom wem wird in einer biblischen Geschichte erzählt, dass er von einem großen Fisch verschlungen wurde?

Wie heißt der tiefstgelegene Fluss der Welt? Was ist der tiefste See der Welt?

Hatte Jesus Brüder? Wie waren ihre Namen? Woher wissen wir, dass Jesus Geschwister hatte?

Wie tief unter dem Meeresspiegel liegt das Tote Meer?

Stammt der biblische Judasbrief vom als Verräter bekannt gewordenen Jünger Judas?

Was ist der Unterschied zwischen Judäa und Galiläa?

In der Bibel wird eine Frau beschrieben, die sic ins Haus eines Hauptmanns schleicht, um ihn zu ermorden. Sie schlug ihm den Kopf ab. Wie hieß diese Frau?

Unter welchem Decknamen versteckte sich Luther auf der Wartburg?

Gibt es eine katholische Bibel und eine evangelische Bibel oder nur eine Bibel für alle Christen?

Warum wird Martin Luther fälschlicherweise oft als derjenige bezeichnet, der die Bibel als erster in die deutsche Sprache übersetzte, obwohl es vorher schon zahlreiche andere deutsche Bibelausgaben gab?

 

© Dipl. Päd. Pfr. Frank Maibaum 2007  -  Stand: 26. März 2012