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Buchstabe K Kain bis Kindertagesstätte

Um welche Begriffe geht es? Die Lösung steht zwischen den fetten Anführungszeichen!

 

" Kain "

Dies war das erste Kind, das Adam und Eva zeugten. Dieser Sohn wurde Bauer. Er hatte einen Bruder, der Schäfer war. Den erschlug er aus Eifersucht, weil er annahm, dass Gott den Bruder mehr liebte als ihn.

Abel   Benjamin
David  Kain

 

Wir finden die Geschichte von Kain und Abel und dem Brudermord aus Eifersucht in Genesis 4,1-16. Um Kain nach dem Mord vor der üblichen Blutrache zu bewahren, machte Gott ihm ein Zeichen, das Kainsmal. Noch heute nennt man ein Schandmal so. Wir sehen an der biblischen Geschichte, dass das Kainsmal gleichzeitig ein Schutzmal war.

 

" Kämmerer "

Diese Berufsbezeichnung kommt im Alten Testament häufig vor. Es sind Männer, die im Orient auf die Zimmer, also die Kammern aufpassen, in denen Frauen schlafen. Diese Haremswächter sind Eunuchen, auch Kastraten oder Verschnittene genannt.

Sie haben aufgrund der besonderen Vertrauensstellung zumeist großen Einfluss und verwalten auch die Finanzen der Herren. Also wurde dieser Begriff oft mit „Beamter“ oder „Finanzverwalter“ übersetzt. Bei uns heißen die Finanzverwalter der Städte noch heute so.

Kämmerer  Psalmist
Dechant     Richter

 

Eunuchen durften seit jeher und auch zur Zeit des Neuen Testaments nicht an Gottesdiensten teilnehmen. Dieses Gesetz finden wir auch im 5. Buch Mose 23,2. Daher wird es als besonderes Ereignis beschrieben, dass Philippus einen von ihnen taufte (Apostelgeschichte, Kapitel 8).

Siehe auch: Eunuch

 

" Kanaan "

Im Alten Testament steht, dass Gott Abraham befahl, seine Heimat Mesopotamien zu verlassen und in ein neues Land zu ziehen. Später rief Gott Mose auf, mit seinem Volk aus Ägypten zu fliehen. Auch ihm verspricht er ein Land. Beide Male bezieht sich das Versprechen einer neuen Heimat auf dieses Land. Heute nennt man es Israel. Doch dies ist der Name des „Gelobten Landes“ im Alten Testament.

Reich Gottes  Kanaan
Morgenland    Heiliges Land

 

Abraham fand das Land Kanaan. Jakob und seine Sippe verließen es aber wieder aufgrund der Hungersnot um 1700 v. Chr. Josua, Moses Nachfolger, zog dann endlich um 1230 v. Chr. wieder über den Jordan in Kanaan ein. Geographisch gesehen ist es der westliche Teil Palästinas, diesseits des Jordans. In 4 Mose 34 finden wir eine genaue Angabe der Grenzen des Landes Kanaan.

 

" Kanon "

Einerseits ist dies ein Sammelbegriff für die biblischen Bücher und auch für Zusammenstellungen heiliger Schriften anderer Religionen. Andererseits bezeichnet dieser Begriff die Liedform, bei der nicht alle Sängerinnen und Sänger gemeinsam beginnen, sondern nacheinander einsetzen, obwohl sie denselben Text und dieselbe Melodie singen. Es gibt solche Lieder für zwei bis sechs Stimmen, und am Schluss des Gesanges steht jede Stimme an einer anderen Stelle.

Kanon               Kirchenlied
Heilige Schrift   Schoah

 

Kanon bedeutet Maßstab oder Norm. Die Bibel wurde von Konzilien im 4. Jahrhundert zusammengestellt. Dabei fragte man sich z. B., welche der vielen damals existierenden Evangelien und Briefe zum Kanon gehören, also zur christlichen Norm.

Die katholische Bibel beinhaltet etliche Bücher, die evangelische Christen nicht kennen. Die christlichen Kirchen haben also einen unterschiedlichen Kanon, um nicht zu sagen, eine unterschiedliche Bibel.

 

" Kantate "

Dies ist einerseits die kirchliche Bezeichnung für den vierten Sonntag nach Ostern. Er wird auch Singesonntag genannt. Musik und Gesang bilden an diesem Sonntag den Mittelpunkt. Andererseits sind dies mehrteilige Musikstücke für Gesangstimmen und Instrumentalbegleitung durch ein kleines Orchester. Besonders von Bach sind solche Musikstücke bekannt. Ob Singesonntag oder Musikstück, es geht bei diesem Begriff um das Singen, Lateinisch cantare.

Kanon    Kantate
Choral    Konkordat

 

Der Sonntag Kantate ist nach dem Psalm 98, 1 benannt: „Singet dem Herrn ein neues Lied“ (Cantate domini). Das ist der Psalm des Sonntags Kantate.

 

" Kantor / Kantorin "

Dieses Wort ist Lateinisch und bedeutet eigentlich nichts anderes als Sänger bzw. Sängerin. Früher, als noch keine Orgeln den Gemeindegesang begleiteten, waren dies die Vorsänger. Heute ist es ein Titel, den die evangelischen Kirchen besonders hervorragenden Chorleitern und Organisten als Berufsbezeichnung verleiht. Der bekannte Kirchenmusiker Johann Sebastian Bach trug diesen Titel.

Sanctus        Kardinal
Kirchmeister   Kantor

 

" Kanzel "

Neben Altar, Lesepult und Taufbecken ist dies ein Ort in der Kirche, an dem die Geistlichen während des Gottesdienstes agieren. Damit das Gesagte auch ohne Verstärkeranlage gut verstanden wird, ist dieser Ort in die Nähe der Zuhörer gebaut und so erhöht, dass er oft nur über eine Treppe erreichbar ist. Von hier aus halten die Geistlichen stehend die Predigt.

Altar     Empore
Kanzel   Ambo

 

" Kapelle "

Dies ist ein Gebäude oder ein Teil eines Gebäudes, in dem Andachten gehalten werden. Diese Bauwerke beinhalten also einen Altar und Sitzplätze, sind aber üblicherweise kleiner als Kirchen.

Kapelle         Dom
Rosenkranz   Sakristei

 

Das Wort Kaplan kommt von Kapelle. Ein Kaplan war der, der in der Kapelle die Andacht hielt. Früher war Kapelle eine Bezeichnung für Räume, in denen Reliquien aufbewahrt wurden. Von einem im Mittelalter allseits bekannten Reliquienschrein, in dem der Mantel des Heiligen Martin aufbewahrt wurde, stammt der Begriff. Auf Italienisch ist cappa der Mantel und capella der kleine Mantel.

 

" Kapernaum "

In dieser antiken Stadt lebten die Brüder Petrus und Andreas als Fischer, bevor sie Jesu erste Jünger wurden. Einige Ruinen dieser Stadt in Palästina, am See Genezareth, sind erhalten. Jesus hielt sich hier gern auf. Die Stadt wird in den Evangelien sein „zuhause“ (Markus 2,1) und „seine Stadt“ (Matthäus 9,1) genannt. Bekannt wurde sie besonders, weil ihn hier ein Hauptmann um die Heilung seines Knechtes bat (Matthäus 8,5).

Philippi     Kapernaum
Diaspora    Vatikan

 

" Kaplan "

Diese Amtsbezeichnung katholischer Geistlicher ist aus der Kirchengeschichte zu verstehen, denn ihr Wirkungskreis war die Kapelle, wogegen der Gemeindepfarrer in der Pfarrkirche agierte. Es ist heute der Titel katholischer Priester, die zwar geweiht sind, aber noch keiner eigenen Pfarrei vorstehen. Sie unterstützen einen Gemeindepfarrer.

Pater                  Klerus
Superintendent    Kaplan

 

" Kardinal "

Vom Lateinischen Wort für „vorzüglich“ kommt dieser hohe Titel katholischer Würdenträger. Vorzügliche heißen sie nicht, weil ihre Arbeit ausgezeichnet ist, sondern weil sie den Vorzug haben, dem Papst am nächsten zu sein. Sie werden von ihm berufen und stehen in der Rangfolge direkt unter ihm, über den Bischöfen. Ein neuer Papst wird von ihnen gewählt. Mit Eminenz werden sie korrekt angesprochen.

Kardinal    Kantor
Abt           Psalmist

Das lateinische Wort für vorzüglich ist cardinalis.

 

" Karfreitag "

Die liturgische Farbe für diesen Tag ist schwarz, die Farbe der Trauer. Es ist der Gedenktag der Kreuzigung Jesu. In evangelischen Bundesländern ist dieser Freitag vor Ostern staatlicher Feiertag.

Sabbat      Fronleichnam
Fastnacht  Karfreitag

 

Die Silbe „Kar“ vor Karfreitag und Karwoche kommt vom alten deutschen Wort „karen“, was weinen bzw. klagen bedeutet.

 

" Karmeliten / Karmelitinnen "

Auf dem Berg Karmel in Israel versammelten sich schon im frühen Mittelalter Eremiten. Im 12. Jahrhundert entstand daraus ein Bettelorden. Auf dieser Grundlage entwickelte sich dann auch ein Nonnenorden. Dieser Frauenorden wurde besonders bekannt. Bedeutende Persönlichkeiten waren Theresia von Ávila sowie die Heilige Theresa von Lisieux.

Vikarinnen                   Karmelitinnen
Kirchenmusikerinnen    Präludium

 

" Karneval "

Bevor am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt, wollen die Menschen schon seit Jahrhunderten noch einmal ausgiebig essen, trinken und feiern. Außerdem wollte man die verderblichen Vorräte vernichten. So entstand diese Zeit, die zunächst unter dem Namen Fastnacht auf die Nacht vor Aschermittwoch begrenzt war. Sie weitete sich immer wieder aus und beginnt heute schon am 11. November.

Fastenzeit       Karneval
Passionszeit     Kasualien

 

Das Wort kommt entweder vom lateinischen „carne vale“, was „Fleisch ade“ heißt, oder von „carrus navalis“, was so viel wie „Meereskarren“ oder besser „Schiffe auf Rädern“ heißt. Diese fuhren bei den Umzügen durch die Straßen weil die Schifffahrt nun nach der Winterzeit, wieder begann und weil Schiffe auf den Straßen ein Zeichen für die verkehrte Welt sind, die am Aschermittwoch untergeht.

 

" Karsamstag "

So heißt der Samstag zwischen Karfreitag und Ostern.

Letzte Ölung    Karsamstag
Halloween       Altjahrsabend

 

" Karwoche "

In etlichen südeuropäischen Ländern wird diese Woche „Heilige Woche“ genannt. Mit ihr endet die Passions- bzw. Fastenzeit und sie bildet gleichzeitig ihren Höhepunkt. Diese Woche beginnt mit dem Palmsonntag, beinhaltet den Gründonnerstag sowie den Karfreitag und endet mit dem Karsamstag. Der Name dieser besonderen Woche im Verlauf des Kirchenjahres kommt vom alten deutschen Wort karen, was klagen heißt.

Woche der Brüderlichkeit    Allerseelen
Friedensdekade                  Karwoche

 

" Kastration "

Schon zur Zeit des Alten Testaments widersprach dieser medizinische Eingriff göttlichem Gesetz. Er war weder bei Männern noch bei Tieren erlaubt. Dennoch wurde er immer wieder aus verschiedenen Motiven vollzogen, freiwillig und unfreiwillig. Schon früh in der Christenheit nahmen Mönche diese Verstümmelung an sich selbst vor, um sich von quälenden sexuellen Wünschen zu befreien.

Da im Mittelalter Frauen nicht in Kirchenchören singen durften, entfernte man bei Jungen die Hoden, damit sie nicht in den Stimmbruch kamen und so die notwendigen Sopranstimmen abdecken konnten. Bis die Kirche sehr spät diese Praxis verbot, erfreuten sich über Jahrhunderte auch Päpste an den weiblichen Stimmen dieser verstümmelten Knaben und Männer. Früher nannte man es Entmannung oder Verscheidung; heute ist dies der korrekte Begriff für die Entfernung der Hoden bei Männern und Tieren.

Beschneidung    Kastration
Absolution         Steinigung

 

Seit Jahrtausenden wurden im Orient Eunuchen als Haremswächter eingesetzt. Da sie aufgrund ihrer mangelnden sexuellen Interessen als sehr sachlich und vertrauenswürdig galten, beschäftigte man in verschiedenen Staaten, wie im alten Ägypten oder im byzantinischen Reich, fast ausschließlich Kastraten als Beamte.

Unser Begriff Kämmerer zeugt noch davon; dies war ursprünglich der Eunuch, der auf die Kammern der Frauen aufzupassen hatte.

Siehe auch: Kämmerer

 

" Kasualien "

Das sind die gottesdienstlichen Segenshandlungen, die in die amtlichen Kirchenbücher eingetragen werden. Daher sagt man dazu auch Amtshandlungen. Dazu gehören insbesondere die Taufe, die Trauung, die Beerdigung. Dies ist der gebräuchliche lateinische Name für solche besonderen Gottesdienste. Er zeigt, dass ihnen immer ein spezieller Grund, also ein besonderer Fall zugrunde liegt. Also kommt der Ausdruck vom lateinischen Wort für Fall, das ist Kasus.

Kasualien       Kastration
Konkordanz     Katechese

Siehe auch: Amtshandlung

 

" Katches "

In der evangelischen Kirche sind Katechumenen die Jugendlichen, die mit dem Konfirmandenunterricht begonnen haben. Dies ist eine zunehmend häufiger gebrauchte Kurzform, so etwas wie ein Kosename für die Katechumenen.

Konfis    Katches
Zivis       Kitas

Siehe auch: Katechumenen / Konfirmand

 

" Katechese "

Dies ist der Oberbegriff für Unterricht, bei dem Glaubensinhalte vermittelt werden. Katechumenenunterricht und Konfirmandenunterricht gehören insbesondere in diese Kategorie.

Katechese      Einführung
Jugendweihe   Kollekte

 

" Katechismus "

Darunter versteht man ein Lehrbuch über die Grundlagen des christlichen Glaubens. Es beinhaltet insbesondere Lehrtexte zu den zehn Geboten, dem Vaterunser, dem Glaubensbekenntnis, den Sakramenten, zum Verständnis der Bibel und der Person Gottes. 

In den religiösen Wirren der Reformation war es besonders wichtig, zu verdeutlichen, woran man glaubt. In Heidelberg wurde eine solche Lehrschrift verfasst, die noch heute den Namen dieser Stadt trägt. Bekannt sind insbesondere die Lehrschriften Martin Luthers, die in einer kleinen und einer großen Ausgabe vorliegen.

Genfer Konfession      Konkordanz
Glaubensbekenntnis   Katechismus

 

Martin Luther schrieb seinen Kleinen Katechismus 1529 und seinen Großen Katechismus 1530. Für die reformierte Kirche gilt der Heidelberger Katechismus.

Siehe auch: Kleiner Katechismus / Heidelberger Katechismus

 

" Katechumenen "

Wörtlich heißt dieses aus dem Griechischen kommende Wort: „Jemand, der unterrichtet wird.“ In der frühen Christenheit waren dies die Erwachsenen, die sich auf die Taufe vorbereiteten. Heute sind es in der evangelischen Kirche Konfirmanden, die am Anfang der Unterrichtszeit stehen, also im ersten der beiden Unterrichtsjahre.

Presbyter    Methodisten
Quäker       Katechumenen

Siehe auch: Katches / Konfirmanden

 

" Katharer "

Sie selbst bezeichneten sich als Orden; die Kirche verfolgte sie aber als Sekte. Aus ihnen entstand im 11. Jahrhundert die größte religiöse Bewegung des Mittelalters. Ausgehend von Südfrankreich verbreitete sie sich schnell in Europa. Diese Glaubensrichtung ließ Frauen als Priesterinnen zu; gepredigt wurde in der Landessprache, also nicht in Latein, und der Reichtum der Kirche wurde kritisiert.

Die katholische Kirche gründete eigens die Inquisition, um diese neue Kirche zu vernichten, was bis zum 14. Jahrhundert auch gelang. Ihren Namen hatte die Bewegung vom griechischen Wort katharós, was rein heißt. Nach ihr wurden schließlich alle religiösen Abweichler Ketzer genannt.

Katharer    Kopten
Konfis       Jesuiten

Siehe auch: Inquisition / Ketzer

 

" Katharina von Bora "

Geboren wurde diese Frau am 29. Januar 1499; sie starb am 20. Dezember 1552 in Torgau. Genannt wurde sie „Die Lutherin“. Gemeinsam mit Martin Luther hatte sie sechs Kinder. 1525 hatte er diese Nonne zur Ehefrau genommen.

Bathseba                 Barbara
Katharina von Bora    Fatima

" Kathedrale "

In Deutschland nennt man diese besonderen Kirchen, die Sitz eines Bischofs sind, eher Dom oder Münster. In den angelsächsischen und romanischen Ländern wie Frankreich und England ist dagegen diese Bezeichnung verbreitet.

Kolumbarium    Kathedrale
Visitation          Felsendom

 

" Katholikentag "

Laien werden in der katholischen Kirche alle Gläubigen genannt, die keine Priester sind. Seit 1848 treffen sich die Laien in Deutschland regelmäßig zu einer Großveranstaltung. Dies ist der Name für dieses Laientreffen. Es ist das katholische Pendant zum Evangelischen Kirchentag.

Kirchentag        Woche der Brüderlichkeit
Katholikentag    Gastfreundschaft

 

Im Jahre 2003 fanden der Katholikentag und der Deutsche Evangelische Kirchentag gemeinsam als 1. Ökumenischer Kirchentag in Berlin statt. Ort des 1. Katholikentages war Mainz im Jahre 1848.

 

" katholisch "

Das Wort bedeutet „über die ganze Welt“ oder „allumfassend“. Seit dem 2. Jahrhundert bezeichnet sich die christliche Kirche so, um zu zeigen, dass sie keine Grenzen kennt, also Kirche für alle Nationalitäten, Rassen und Altersstufen ist. Die Kirchen, die aus der Reformation entstanden, und viele andere abgespalteten Kirchen übernahmen diese Bezeichnung nicht. Also kennzeichnet dieses Adjektiv heute die nichtreformatorischen christlichen Kirchen.

heilig     katholisch
sakral    uniert

 

" Katholische Kirche "

Als das Christentum im römischen Reich zur Staatsreligion wurde, gehörten alle Christen dieser Kirche an. Im 6. Jahrhundert spaltete sich die koptische Kirche Ägyptens ab, im Jahre 1054 die orthodoxe Kirche des Ostens, im 16. Jahrhundert die reformatorischen Kirchen und die anglikanische Kirche.

Dies ist die Mutterkirche aller christlichen Konfessionen. Genau genommen müsste sie römische Kirche heißen, denn in Rom hat sie immer noch ihren Sitz und hier residiert ihr Oberhaupt, der Papst.

Alt-Katholische Kirche    Katholische Kirche
Unierte Kirchen              Neuapostolische Kirche

 

" Kelch "

Dies ist eine tiefe Schale mit einem Fuß für den sicheren Stand und einem Zwischenstück zum Festhalten. Zusammen mit dem Teller für die Oblaten bildet dieses gottesdienstliche Trinkgefäß das Abendmahlsgeschirr.

Ambo   Sarkophag
Kelch   Menorah

 

" Kerngemeinde "

So wird die Gruppe von Gemeindemitgliedern genannt, die aktiv am Gemeindeleben teilnehmen. Dieser Teil der Gemeinde besucht regelmäßig Gottesdienste sowie Gemeindeveranstaltungen und übernimmt zumeist auch Aufgaben zur Gestaltung des Gemeindelebens.

Kirchenkreis      Kerngemeinde
Konfirmanden     Kinderchor

Das Gegenteil von Kerngemeinde ist Randgemeinde.

 

" Kerze "

Im Alten Testament wird Gott mit Licht verglichen. Jesus Christus; bezeichnete sich als Licht der Welt. Also steht dieses besondere Symbol des Glaubens als Zeichen für die Anwesenheit Gottes auf jedem Altar.

Kruzifix   Rose
Bibel      Kerze

 

Psalm 27,1: „Gott ist mein Licht und mein Heil.“ Johannes 8,12: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben.“ Das Licht der klugen Jungfrauen, die dem Bräutigam entgegengehen, steht für das Himmelreich (Matthäus 25,1). Für die Anzahl der Kerzen auf oder neben dem Altar gibt es keine Regel; zumeist sind es zwei.

Siehe auch: Osterkerze

 

" Ketzer "

So nannte man im Mittelalter alle Gläubigen, deren Glaubensinhalte von denen der katholischen Kirche abwichen. Sie wurden von der Inquisition verfolgt. Vom 11. bis zum 14. Jahrhundert waren die Katharer eine verbreitete Glaubensgemeinschaft, die von der Kirche energisch bekämpft wurde. Aus ihrem Namen entwickelte sich schließlich dieser deutsche Begriff für alle religiösen Abweichler.

Ketzer        Reformator
Samariter    Quäker

Siehe auch: Katharer

 

 

" Kibita "

Wie überall in der modernen Welt spielen Abkürzungen auch in der kirchlichen Sprache eine bedeutende Rolle. Dies ist die Kurzform für Kinderbibeltag.

Kibiwo    Kiga
Kibita     Kita

 

" Kibiwo "

Wie überall in der modernen Welt spielen Abkürzungen auch im kirchlichen Sprachgebrauch eine bedeutende Rolle. Dies ist die Kurzform für Kinderbibelwoche.

Kibita     Kibiwo
X-Mas     Ambo

 

" Kiga "

Der schöne Begriff Kindergarten, der in der ganzen Welt verstanden wird, weicht immer mehr der Bezeichnung Kindertagesstätte. Also hört man auch diese Kurzform für Kindergarten nur noch selten.

Kiga      Kigodi
Kibiwo   Kita

 

" Kigodi "

Abkürzungen setzen sich besonders schnell bei Angeboten für Kinder durch. So kennen wir Kiga für Kindergarten, Kibiwo für Kinderbibelwoche, Kibita für Kinderbibeltag; und dies ist die seit Jahrzehnten bekannte Kurzform für Kindergottesdienst.

Kita      Kibiwo
Kigodi    Kibita

 

" Kinderabendmahl "

In den frühen 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts haben die meisten evangelischen Landeskirchen beschlossen, auch nicht konfirmierte Kinder am Abendmahl teilnehmen zu lassen. Die Leitungsgremien der jeweiligen Gemeinden müssen dazu die Freigabe des Abendmahls für Kinder beschließen. Die Kinder dürfen dann gemeinsam mit Erwachsenen am üblichen Gemeindeabendmahl teilnehmen. So sollen sie Gelegenheit bekommen, in dieses Sakrament „hineinzuwachsen“, bevor ihnen mit der Konfirmation die uneingeschränkte Teilnahme in eigener Verantwortung erlaubt wird.

Gesonderte Abendmahlsfeiern für Kinder sind damit nicht gemeint. Daher müsste es heißen: "Abendmahl mit Kindern" oder "Abendmahl mit der Teilnahme von Kindern". Dagegen hat sich dieser etwas irreführende Begriff durchgesetzt.

Agapemahl           Erstkommunion
Gnadenzuspruch    Kinderabendmahl

Viele Gemeinden machen von dieser Möglichkeit Gebrauch und bereiten die Kinder in den Kindergottesdiensten und in der Schule auf die Beteiligung am Abendmahl vor.

 

" Kinderbibel "

Da die Bibel ein sehr komplexes, schwer verständliches Werk ist, gibt es verschiedene vereinfachte Ausgaben. Die Schulbibel z. B. enthält nur ausgewählte Bücher und Abschnitte. Daneben gibt es noch diese Form, bei der die ausgewählten Abschnitte zudem in einfacher, erzählender Form kindgemäß dargeboten werden.

Gotteslob      Kinderbibel
Offenbarung   Evangelium

 

" Kinderchor "

Ein Chor ist eine Gruppe von Menschen, die sich zusammengetan haben, um miteinander zu singen. Für Chöre kann man verschiedene Kategorien finden. Man kann sie unterscheiden nach der Art des Liedgutes; also gibt es z. B. Gospelchöre oder Heimatchöre.

Man kann sie einteilen nach dem Umfeld, dem die Sänger angehören; also gibt es z. B. Kirchenchöre, Werkschöre, Knappenchöre. Auch kann man Unterscheidungen aufgrund des Alters und Geschlechts der Mitglieder vornehmen; so gibt es Männer- und Frauenchöre oder Jugendchöre. Dies ist nun ein Chor, in dem Kinder Lieder mit kindgerechten Melodien und Texten singen. In vielen Kirchengemeinden existiert ein solcher Chor.

Kinderchor    Gospelchor
Kibita            Hokuspokus

 

" Kindergarten "

Dies sind Einrichtungen zur familienbegleitenden pädagogischen Betreuung von Kindern bis zur Schulreife. Erfunden wurden sie im frühen 19. Jahrhundert vom genialen deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel. Er wollte, dass Kinder sich durch Bewegung und Spiel so frei entwickeln wie Blumen im Garten. Daher dieser Name. Ein Großteil dieser pädagogischen Einrichtungen wird von Kirchengemeinden angeboten. Heute weicht dieser alte Begriff zunehmend der Bezeichnung Kindertagesstätte bzw. Familienzentrum.

Garten Eden     Kindergarten
Morgenstern     Heilig Familie

 

" Kindergottesdienst "

Diese besondere Gottesdienstform gibt es in der evangelischen sowie katholischen Kirche. In der evangelischen Kirche hat sie eine besondere Tradition und Stellung. Hier wird ein solcher Gottesdienst üblicherweise sonntäglich angeboten und zumeist von einem Mitarbeiterkreis aus jungen Gemeindemitgliedern vorbereitet und gestaltet. Dieser regelmäßige Zielgruppen­gottesdienst, der sich an Kinder wendet, beinhaltet also ein bedeutendes Stück Gemeindearbeit und oft auch Jugendarbeit.

Krippenspiel      Krabbelgottesdienst
Martinsumzug   Kindergottesdienst

 

" Kindertagesstätte "

In einer solchen Einrichtung werden Kinder betreut und gefördert, bevor sie ins Schulalter kommen. Hier wird die familiäre Erziehung unterstützt. Früher sagte man Kindergarten. Mittlerweile herrscht diese Bezeichnung vor.

Kollekte                 Kibita
Kindertagesstätte   Kinderabendmahl

Die bekannte Abkürzung für Kindertagesstätte ist Kita.

 

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Dieses Lexikon als Reliquiz nutzen:

Dazu liest man nur die Erklärung. Der Begriff muss geraten werden.

Die Texte sind so formuliert, dass man den Begriff erkennt, ohne ihn zu hören.

Weiß man dann noch nicht, worum es geht, so kann man aus vier Begriffen auswählen

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Alles, was ein Christ wissen sollte!

 

 

Und wenn Sie schwerer zu beantwortende Quizfragen suchen, so beantworten Sie dies (die Lösungen auf diese Wissensfragen finden Sie direkt hier auf der Seite):

Was ist das Kainsmal?

Woher kommt der Begriff Kämmerer und welche Aufgabe hatten diese Eunuchen zu biblischen Zeiten?

Woher kommen die Worte Kaplan und Kapelle und was verbindet diese beiden Begriffe.

In welchem Ort lebten Petrus und Andreas bevor sie Jünger Jesu wurden - welchen Beruf hatten Sie?

Was bedeutet die Vorsilbe Kar in den Worten Karfreitag und Karwoche?

Woher kommt das Wort Karneval? Sie wissen es bestimmt! Doch neben der bekannten Erklärung gibt es noch eine zweite, weniger bekannte Erklärung, die viel wahrscheinlicher ist!

Warum kastrierten sich Mönche im Mittelalter selbst? Warum kastrierte die Kirche Jungen?

Wie nennt man ein Lehrbuch, in dem dei wichtigen Grundlagen des christlichen Glaubens stehen? Wir sind hier auf der K-Seite unseres Religionsquiz - also beginnt dieses Wort mit dem Buchstaben K

Welche Personen nennt man in der evangelischen Kirche Katches?

Warum wurde der Orden der Katharer im Mittelalter von der römisch-katholischen Kirche als Sekte verfolgt?

Wie ist der Name der Frau, die über Jahrhunderte als die Lutherin bekannt war?

Wen bezeichnet man mit Randgemeinde und was ist das Gegenteil davon?

Was bezeichnen jeweils die Begriffe Kibita, Kibiwo, Kiga, Kita, Kigodi?