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Lexikonbuchstabe L Laie bis Luzifer

Die Auflösungen stehen zwischen den Anfürungszeichen!

 

 

" Laie "

Seit früher Christenheit unterscheidet man in der Kirche die geweihten Mitglieder von den nicht geweihten. Die geweihten sind die Kleriker. Dazu gehören die Diakone und alle Geistlichen, vom Priester bis zum Papst. Dagegen sind dies die nicht Geweihten. Dazu zählen angestellte und ehrenamtliche Mitarbeitende sowie das gesamte „Kirchenvolk“.

Pater                 Klerus
Katechumenen   Laie

Die Bezeichnung "Laie" ist in der evangelischen Kirche umstritten, da er die Christen in scheinbar erstrangige und zweitrangige aufteilt, was nicht zu protestantischem Kirchenverständnis passt. Laie leitet sich vom griechischen laikós ab, d.h. dem Volk zugehörig. In der katholischen Kirche gibt es als Gegenpol zur Macht der Kleriker eine kirchliche Laien-Vertretung, das Zentralkomitee deutscher Katholiken (ZdK).

 

 

" Laienprediger "

In den christlichen Kirchen gibt es die Möglichkeit, dass Menschen auch ohne Theologiestudium und ohne Ordination bzw. Weihe Gottesdienste halten können. In Kursen werden sie auf diesen Dienst vorbereitet. Lesepredigten, die extra für sie herausgegeben werden, ermöglichen eine theologisch fundierte Verkündigung.

Besonders in der evangelischen Kirche haben diese ehrenamtlichen Prediger und Predigerinnen Tradition. Man nennt sie Predigtlektor, Prädikant oder Predigthelfer. Doch auch diese Bezeichnung ist verbreitet; sie drückt aus, dass diese Prediger nicht zum Klerus gehören, also nicht ordiniert bzw. geweiht sind.

Laienprediger   Rabbi
Apostel           Evangelist

 

 

" Lamm "

Dieses Tier gilt als besonders hilflos und unschuldig. Es wurde daher zur Zeit des Alten Testaments oft als Opfertier ausgesucht. Symbolisch starb es auf dem Opferaltar für die Sünden der Menschen. Da wir Christen Jesus als denjenigen verstehen, der für die Sünden der Menschen starb, ist dieses Tier das älteste Symbol für ihn.

Moloch   Martinsgans
Lamm    Schlange

Johannes der Täufer rief aus: „Seht, das ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt. (Johannes 1,29)“

Siehe auch: Sündenbock

 

 

" Landeskirchen "

In der EKD, der Evangelischen Kirche in Deutschland, sind 23 selbständige, regionale Kirchen zusammengeschlossen. Da sind z. B. die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Evangelische Kirche in Kurhessen-Waldeck.

Weil schon 1555 durch den Augsburger Religionsfrieden festgelegt wurde, dass die Landesherren die protestantische Konfession festlegen durften (lutherisch oder reformiert), entstanden die evangelischen Kirchen in den Grenzen der ehemaligen deutschen Teilstaaten. Sie waren also an das jeweilige Land gebunden. Daher stammt diese alte Bezeichnung für die evangelischen Kirchen in Deutschland.

Kirchenkreis        Gemeindebezirke
Kerngemeinden     Landeskirchen

Auf dem Reichstag zu Augsburg wurde 1555 der Augsburger Religionsfrieden geschlossen. Das Zusammenleben von katholischer und protestantischer Kirche wurde geregelt, und bezüglich der Zugehörigkeit zur Konfession wurde der Grundsatz „Wessen Land, dessen Glaube“ festgelegt.

 

 

" Landnahme "

40 Jahre, so berichtet das Alte Testament, wanderten die Israeliten durch die Wüste, bis sie das Land Kanaan fanden, das Gott ihnen als neue Heimat versprochen hatte. Die friedliche Besetzung des Landes Kanaan durch die Israeliten begann um das Jahr 1200 vor Christus unter Josua. Mose, der das Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft geführt hatte, war kurz vorher gestorben. Dies ist die Bezeichnung für den Prozess des Niederlassens im neuen Land.

Exil              Exodus
Landnahme   Reformation

 

 

" Lateinisches Kreuz "

Es gibt eine Fülle verschiedener Kreuzformen. Das liegt auch daran, dass man nicht weiß, welche Form das Kreuz hatte, an dem Jesus den Tod fand. Da ist z. B. das sogenannte Griechische Kreuz. Beim Griechischen Kreuz sind der senkrechte und der waagerechte Balken gleich lang und schneiden sich genau in der Mitte.

Dagegen ist dies die Kreuzform, die uns vertraut ist. Dieses Kreuz besteht aus einem langen senkrechten und einen kurzen waagerechten Balken. Der kurze Querbalken schneidet den senkrechten Balken nicht in dessen Mitte, sondern in der oberen Hälfte. Dieses Kreuz ist seit jeher in der römischen Kirche verbreitet.

Kruzifix            Lateinisches Kreuz
Griechisches   Kreuz Kreuzzeichen

Siehe auch: Griechisches Kreuz / Andreaskreuz

 

 

" Lazarus "

Diesen Vornamen tragen zwei bekannte Männer im Neuen Testament. Da ist einmal der Bettler im „Gleichnis vom armen und vom reichen Mann“. Er war bedeckt mit Geschwüren und wollte sich von dem sättigen, was vom Tisch des reichen Mannes fiel. Andererseits hieß der Bruder von Maria und Martha so. Jesus erweckte ihn von den Toten.

Zachäus  Jordan
Lazarus   Babel

Das Gleichnis steht bei Lukas 16,19-31; die Auferweckung des Lazarus finden wir bei Johannes 11, 1-44.

 

 

" Lea "

Im Alten Testament wird beschrieben, dass der Erzvater Jakob zwei Schwestern zu Ehefrauen nahm. Die eine mochte er besonders gern, das war Rahel. Doch die ersten Kinder hatte er mit dieser Schwester Rahels.

Horeb    Lea
Ritus     Eva

 

 

" Legende "

Über Heilige wie auch über andere besondere Persönlichkeiten gibt es Erzählungen, die sich wohl nicht ereignet haben. Dies ist die Bezeichnung für solche Geschichten, die historisch gesehen nicht stimmen, die aber eine bedeutende Weisheit ausdrücken.

Gleichnis   Psalm
Legende    Goldene Regel

 

 

" Leidenszeit "

Dies ist eine der Bezeichnungen für die siebenwöchige Vorbereitungszeit auf Ostern. Es ist die deutsche Übersetzung des Wortes Passionszeit. Eine andere deutsche Bezeichnung ist Fastenzeit.

Karwoche   Ewiges Leben
Jüngstes    Gericht Leidenszeit

 

 

" Lektionar "

Man kann die biblischen Lesungen im Gottesdienst direkt aus der Bibel vorlesen. Doch damit man nicht lange suchen muss, gibt es extra dieses Buch. Es enthält für jeden Sonn- und Feiertag die vorgeschlagenen Lesungen, also die Lektionen.

Balthasar                Lektionar
Gottesdienstbuch   Agende

 

 

" Lektor "

Außer den Geistlichen agieren in Gottesdiensten noch weitere Personen. Da sind insbesondere Gemeindemitglieder, deren Aufgabe es ist, Bibelstellen vorzulesen. Zudem gibt es Gemeindemitglieder, die Gottesdienste halten dürfen, obwohl sie keine Pfarrer bzw. Pfarrerinnen sind. Für sie gibt es ausgearbeitete Predigten, die sie vorlesen können. Diese Bezeichnung, die man mit „Vorleser“ übersetzen kann, gilt für die Leser von Bibelstellen und auch von Predigten.

Diakonisse  Pastoralreferent
Lektor         Laie

 

 

" Lepra "

Diese Krankheit zählt zu den ältesten Infektionskrankheiten der Menschheit. Sie entwickelt sich über Flecken und Knoten auf der Haut bis zur Verstümmelung der Glieder. Zu biblischen Zeiten und während des Mittelalters war sie sehr verbreitet. Menschen, die von ihr befallen waren, wurden aus der Gemeinschaft ausgestoßen. Jesus näherte sich ihnen und heilte sie. Eine andere Bezeichnung für diese Infektionskrankheit ist Aussatz.

Blasphemie     Lepra
Zungenreden   Magie

1874 entdeckte der norwegische Arzt Hansen den Leprabazillus. Seither tritt die Krankheit fast ausschließlich in tropischen Ländern auf. Verbreitet ist sie noch in Indien.

 

 

" Lesung "

In jeden Gottesdienst gehört es, dass zumindest ein Bibeltext vorgelesen wird. In unseren sonntäglichen Gottesdiensten wird zumeist ein Abschnitt aus den biblischen Briefen und ein Abschnitt aus einem Evangelium verlesen. Dies ist die Bezeichnung für den Teil des Gottesdienstes, bei dem eine Bibelstelle vorgelesen wird.

Lesung                 Predigt
Wortgottesdienst   Gotteslob

 

 

" Letzte Ölung "

Eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche ist die Krankensalbung. Dabei werden körperlich und seelisch kranke und geschwächte Menschen zur Stärkung mit geweihtem Öl gesalbt. Der Begriff Krankensalbung setzt sich erst langsam durch; denn bis in die 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war dies die offizielle Bezeichnung für dieses Sakrament.

Salbung    Letzte Ölung
Nottaufe    Versöhnung

Der Begriff Letzte Ölung wurde missverstanden als Salbung vor dem Sterben. Doch die Bezeichnung bezog sich darauf, dass dies die dritte und letzte Ölung nach Taufe und Firmung ist.

 

 

" Leviten "

Zu frühen Zeiten des Alten Testaments waren dies noch Priester. Durch den Zerfall des Reiches Juda im Jahre 586 vor Christus verloren sie ihre Priesterrolle. Sie wurden zu Tempeldienern, unseren Küstern und Mesnern vergleichbar. Als solche treten sie im Neuen Testament auf. Dieser geistliche Berufsstand hatte insbesondere auf die Einhaltung der Ordnung im Tempel zu achten.

Theologen   Jünger
Rabbiner     Leviten

Ein Priestergeschlecht waren die Leviten im Reich Juda. Nach dessen Zerfall im Jahre 586 vor Chr. blieb ihnen im Tempel nur noch die Rolle von Gehilfen für die Priester.

 

 

" Levitikus "

Es ist das dritte Buch Mose. Es enthält insbesondere Regeln für das alltägliche Zusammenleben und für die Feier von Gottesdiensten. Der damalige Priesterstamm der Leviten hat diese Gesetzessammlung zusammengestellt. Daher stammt diese lateinische Bezeichnung.

Levitikus       Genesis
Evangelium    Exegese

 

 

" Libanon "

Zu biblischen Zeiten war dies eine Bergkette im nördlichen Teil des Heiligen Landes. Berühmt war der Landstrich im Altertum wegen seines üppigen Baumbestandes, insbesondere der großen Zedern. Die sind aber längst ausgerottet. Heute ist es ein kleiner, schmaler Staat am Mittelmeer, nördlich an Israel angrenzend, mit der Hafenstadt Beirut als Hauptstadt.

Horeb     Diözese
Libanon   Palästina

Siehe auch: Zedern

 

 

" Liebe "

Die zentrale Botschaft des Alten Testaments kann man mit dem Wort „Gesetz“ kennzeichnen. Dagegen ist dies die Botschaft des Neuen Testaments. Es „ist die Erfüllung des Gesetzes“, sagt Paulus. Es ist also die Weiterführung des Alten Testaments und das Ergebnis der Liebe Gottes zu den Menschen. Jesus fordert diese Tugend; und er praktiziert sie eindrücklich und vorbehaltlos.

Verkündigung      Buße
Liebe              Sühne

In Abgrenzung zur körperlichen, erotischen Liebe „Eros“ wird im Neuen Testament hierfür stets das griechische „Agape“ benutzt. Das ist die selbstlose Hinwendung zum Mitmenschen.

Da ist eine große Sammlung von Sprüchen zur Liebe - biblische sowie nichtbiblische, die sich z. B. als Hochzeitsspruch eignen.

 

 

" Liebesgebot "

So nennt man die Aufforderung Jesu zur Nächstenliebe. Es ist sein Gebot. Deutlich wird es in seiner Aufforderung: „Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt (Johannes 13,34).“

Elftes Gebot                 Liebesgebot
Doppelgebot der Liebe   Dogma

Siehe auch: Doppelgebot der Liebe

 

 

" Litanei "

So nennt man die Gebetsform, bei der die Gemeinde einzelne Gebetsanliegen der Geistlichen mit „Kyrie eleison“, „Herr erbarme dich“ oder anderen Gebetsrufen beantwortet. Es ist also ein Wechselgebet oder Wechselgesang zwischen Geistlichen und der Gemeinde, wobei die Gemeinde zumeist denselben Ausruf stets wiederholt.

Da diese Gebetsform sehr eintönig wirkt, ist dieses Wort auch zur abwertenden Bezeichnung für eintöniges Gerede und langweilige Aufzählungen geworden.

Hokuspokus   Litanei
Sodomie        Rosenkranzgebet

 

 

" Liturg "

Der Gottesdienstablauf heißt Liturgie. Entsprechend ist dies ein Geistlicher, der durch den Ablauf des Gottesdienstes führt.

Liturg   Vatikan
Ritus    Eremit

 

 

" Liturgie "

Manchmal wird so der Gottesdienstablauf um die Predigt herum bezeichnet. Doch korrekterweise meint dieser Begriff den gesamten Gottesdienstablauf in allen seinen Teilen vom Orgelvorspiel über die Predigt bis zum abschließenden Segen und Orgelnachspiel.

Ritual      Liturgie
Andacht  Epistel

 

 

" Liturgische Farben "

Wie in der Kunst, so haben Farben auch in der Kirche symbolische Bedeutung. Daher wechseln im Verlauf des Kirchenjahres die Farben der Altar- und Kanzelbehänge. Dies ist die Sammelbezeichnung für die Farben, die im Laufe des Kirchenjahres für die Gestaltung der Gottesdienste eine Rolle spielen.

Regenbogenfarben   Antependien
Rosetten                 Liturgische Farben

Weiß ist z. B. die Farbe der Christusfeste (Weihnachten, Ostern); rot die pfingstliche Farbe; violett bestimmt die Advents- und Fastenzeit; grün erscheint in der übrigen, festlosen Zeit.

 

 

" Losungen "

Im Jahre 1722 erlaubte Graf von Zinzendorf, dass sich religiöse Flüchtlinge aus Böhmen und Mähren auf seinem Gut in der Oberlausitz (in Sachsen) niederließen. Hier bildeten die Flüchtlinge eine christliche Gemeinschaft, die weltweit als Herrnhuter Brüdergemeine bekannt wurde. Im Jahre 1731 erschien in dieser Kommunität zum ersten Mal ein Büchlein mit Bibelsprüchen für jeden Tag des Jahres.

Diese biblische Spruchsammlung war und ist so erfolgreich, dass sie seither jährlich in über 50 Sprachen erscheint. Für jeden Tag losen die Herrnhuter einen alttestamentlichen Spruch aus, ein passender neutestamentlicher wird dazugestellt. Dies ist die kurze, bekannte Bezeichnung für diese weltweit benutzte Aufstellung biblischer Leitsätze für jeden Tag des Jahres.

Losungen            Orakel
Wochensprüche   Taufsprüche

Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf lebte von 1700 bis 1760. Die Herrnhuter Brüdergemeine wuchs schnell. Weitere Kommunitäten entstanden in der ganzen Welt.

Siehe auch: Jahreslosung / Herrnhuter Losungen

 

 

" Lukas "

Er ist der Schreiber eines der vier biblischen Evangelien. Neben diesem dritten Buch im Neuen Testament hat er auch die Apostelgeschichte verfasst. In seinem Evangelium finden wir die bekannte Weihnachtsgeschichte mit der Volkszählung, der Geburt im Stall von Bethlehem und den Hirten, die von den Engeln als Erste zur Krippe gerufen wurden.

Johannes  Maleachi
Lukas       Jesaja

Der Beruf des Evangelisten Lukas war Arzt; er zählte zu den Heidenchristen.

Siehe auch: Evangelisten

 

 

" Lukasevangelium "

Neben dem Matthäus-, Markus- und Johannesevangelium ist dies eines der vier biblischen Evangelien. In der Abfolge des Neuen Testaments ist es das dritte Buch. Ausführlich wird hier die Geburt Jesu beschrieben; und auch die Geburt Johannes des Täufers wird geschildert.

Hohelied       Lukasevangelium
Bergpredigt   Seligpreisungen

Der Autor dieses Evangeliums schrieb auch die Apostelgeschichte, die im Neuen Testament den Evangelien direkt folgt.

Siehe auch: Lukas

 

 

" Luther, Martin "

Von seiner Jugend an quälte diesen katholischen Mönch die Frage: „Was muss ich tun, damit mir Gott gnädig ist?“ Er entdeckte dann im Römerbrief, dass Gottes Liebe ein gnädiges Geschenk ist, das man sich nicht durch gute Werke verdienen muss. Die mittelalterliche Kirche allerdings bekämpfte diese befreiende Botschaft und den Mönch, der viele Anhänger fand. Also spaltete sich Kirche.

Am 10. November 1483, einen Tag vor dem Martinstag, an dem er getauft wurde, war dieser kämpferische Theologe als Sohn eines Bergmanns in Eisleben geboren worden. Er starb 1546 und ist in der Schlosskirche zu Wittenberg beigesetzt.

Johannes Calvin        Martin Luther
Phillip Melanchthon   Junker Jörg

1512 erwarb Martin Luther den Doktortitel der Theologie und erhielt einen Lehrstuhl für Bibelwissenschaft. 1525 heiratete er die Nonne Katharina von Bora. Sie hatten sechs Kinder. 1534 beendete er seine Bibelübersetzung. Er verfasste zahlreiche Schriften, darunter 1529 seinen Kleinen Katechismus.

 

 

" Lutheraner "

Zwei bedeutende Reformatoren prägten den Protestantismus: Johannes Calvin und Martin Luther. Ihre Anhänger wurden und werden nach ihnen benannt. So berufen sich die Calvinisten auf Calvin; und dies ist die Bezeichnung für die Protestanten, die Luthers Lehren als Grundlage haben.

Protestanten    Reformierte
Lutheraner       Psalmisten

 

 

" lutherisch "

Zunächst beschimpfte man mit diesem Adjektiv die Anhänger Luthers. Doch schon in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts setzte es sich als anerkannte Bezeichnung für die protestantischen Kirchen durch, die sich auf Luthers Bekenntnisschriften berufen. So bezeichnete Kirchen haben das Augsburger Bekenntnis von 1530 als Grundlage.

reformiert   uniert
sakral        lutherisch

Lutherisch wurde schnell zur anerkannten Bezeichnung, da eine Unterscheidung zu den Anhängern Calvins nötig war.

 

 

" Luzifer "

Dieser Name bedeutet eigentlich: Lichtbringer. Er kommt daher, dass diese Gestalt ursprünglich ein Engel Gottes war. Doch er wurde zu Gottes Gegenspieler und zum Anführer aller abgefallenen Engel. Also wurde aus dem Lichtbringer der Fürst der Finsternis. Andere Bezeichnungen sind Satan, Teufel oder Oberteufel.

Orakel     Luzifer
Exorzist    Magier

Gottes Wille ist Gerechtigkeit und Liebe; das Ziel Luzifers als Gegenspieler ist Hass und Grauen.

Siehe auch: Satan / Teufel

 

 

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Hier sind einige schwierigere Wissensfragen, die Sie beantworten können, wenn Sie diese Seite der K-Begriffe aufmerksam gelesen haben

Warum wird der Begriff "Laie" von vielen evangelischen Christen abgelehnt?

Wie unterscheidet sich das Lateinische Kreuz vom Griechischen Kreuz der orthodoxen Kirchen bzw. vom Andreaskreuz?

Der Erzvater Jakob hatte zwei Schwestern zu Ehefrauen! Wie wer gebar ihm die ersten Kinder?

Wie hieß der Arzt, der den Leprabazillus entdeckte? Wann war das ungefähr?

Woher kommt der Ausspruch "Ich werde dir die Leviten lesen"? Was sind die Leviten?

Wann spielt die Farbe weiß in der kirchlichen Symbolik eine besondere Rolle?

An welchen Festtagen sind die Tücher in der Kirche rot?

Was bedeutet in der Symbolsprache des Christentums die Farbe violett?

Welchen Beruf hatte der Evangelist Lukas?

Wie heißt das Doppelgebot der Liebe - wer stellte dieses Gebot auf?

Wie heißt der Autor der Apostelgeschichte?

In welcher Stadt ist Martin Luther beerdigt?

Wie hieß die Nonne, die Luthers Ehefrau wurde?

Was bedeutet der Name Luzifer?